Monika Grabler Bolz – Portrait

Über mich                                                                                Monika Grabler-Bolz (geb. 1971)

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Was bedeutet für dich Musik?

Musik war für mich schon immer etwas, wo es mich magisch hingezogen hat.

Als Kind durfte ich mal mit meinen Eltern auf ein Fest mit Live-Musik. Ich war viel vorne, in der Nähe der Bühne. Die Musiker waren total freundlich und lebendig – das hat mich beeindruckt.

Wenn wir in Urlaub gefahren sind, hab ich die Lokalitäten immer erst nach Klavieren abgesucht. Ein Haus war nur vollständig, wenn ein Klavier drin stand. Ich fühl mich gut in der Nähe von Musik.

 

Hast Du schon immer Klavier gespielt?

Nein, Ich hab zwar noch vor der Grundschule mit Klavier angefangen, aber meine damals schon sehr, sehr alte Lehrerin und ich bildeten nur eine sehr kurze Zeit eine Einheit – sprich ich wollte wohl nicht mehr hin, da wir unterschiedliche Vorstellungen hatten. Also musste ich mir die Stücke selber beibringen – auf unserem alten Klavier im Wohnzimmer (Erbstück meiner Oma an meine Mutter und die wiederum hat es mir vermacht), dass ich schon immer heiß und innig geliebt habe. Ich hab dann Akkordeonunterricht bekommen und da hat es funktioniert. Ich bin 6 Jahre dabei geblieben – Gitarrenunterricht hab ich dann auch noch bekommen (war ja im Nebenzimmer).Dann in der Pubertät war erst mal Pause mit dem Unterricht – aber nicht mit der Musik. Es hat zu vielen Treffen gehört, dass wir gesungen und gespielt haben – zu Hause, in der Stadt, auf Reisen…

 

Wann hast du dann mit Klavier wieder begonnen

Mit 21 hab ich dann erst mal eine Familie geheiratet, sprich einen Mann mit 4 Kindern, hab mich in Tettnang niedergelassen und den Beruf Erzieherin gelernt (hab diesen dann auch 12 Jahre lang ausgeübt). Bei unseren Umzügen in dieser Zeit hatten wir immer ein altes ungestimmtes Klavier im Schlepptau – trotz Wohnung im Altbau 3.Stock- fanden sich doch immer nette Leute, die bereit waren, das alte Stück mit umzuziehen – danke. 96 war es dann endlich soweit. Der Stimmer kam – und ich hab mir einen Klavierlehrer gesucht – und diesmal Glück gehabt. Super, ich hab alles verschlungen, was man mir gezeigt hat. Harmonielehrebücher waren total spannend für mich. Nebenbei hab ich noch in einer (vierstimmigen) Gesangsgruppe gesungen. Ich hatte dann 16 Jahre lang verschiedene Lehrer für Klassik und für Jazz und nicht zu vergessen (für mich die Besten), die „Allrounder“.

Zum Schluss hab ich noch eine 2 jährige Ausbildung in Tübingen/Stuttgart gemacht am Institut „Mukubi“ Fachrichtung Pop-Piano und ein Seminar am gleichen Institut für Chorleitung absolviert.

Nebenbei hab ich dann begonnen, in verschiedenen Formationen Musik zu machen. Derzeit spiele ich in „Blue Souls“ (Gesang und Klavier) und „What about Stella“ (Gesang, Klavier, Cello).

 

Seit wann unterrichtest Du selbst

Sei 6 Jahren hab ich selbst Schüler. Ich hatte für mich den Wunsch zu unterrichten – und da kam dann auch schon die erste Anfrage, dann die zweite und so weiter…

Seit 3 Jahren unterrichte ich auch an Musikschulen (Tettnang, Wolfegg). Das Alter meiner Schüler/innen reicht von 8 – 64 Jahre bzw. wenn ich meine Mutter dazu rechne – bis 72 Jahre.

 

Wie unterrichtest Du?

Es gibt verschiedene Bausteine, die natürlich in einen Unterricht möglichst integriert werden.

Um die ersten Strukturen zu vermitteln, wende ich gerne die Ideen von Wei Tsin-Fu an „Schneemann-Konzept“ (Vernetzung der 2 Gehirnhälften, Notengruppen erkennen statt einzelne Noten lesen). Hier werden erste Grundstrukturen sowohl für „Blattspiel“ als auch für „Liedbegleitung“ angelegt.

Dann kommt es darauf an, in welche Richtung der Schüler/die Schülerin tendiert. Manche spielen lieber nach Noten, manche lieber nach Akkorden um sich beim Singen auf dem Klavier zu Begleiten.

Eine Grundvorstellung der Harmonielehre ist bei beidem hilfreich. Zusammenspielen ist für mich auch ein wichtiges Mittel.

Was ist für dich im Unterricht das Wichtigste

Das Wichtigste ist für mich, dass es den Menschen Spaß macht, die zu mir kommen. Lernen kommt dann von allein, denn Menschen wollen lernen. Musik ist ein Mittel sich auszudrücken, heißt kreativ sein. Leistungsdenken hat hier wenig Platz. Das ist oft das Schwierigste, von diesem Denken loszukommen „ich kann das nicht“ oder „ich bin unmusikalisch“ oder „ich bin zu alt“. Für mich gilt:  ich hab den Wunsch Musik zu machen oder eben nicht – Tempo ist da nebensächlich.

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